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PAIN & CORRODED & SAWTHIS

30
Okt
2017

30 Oktober 2017 20:00



PAIN & CORRODED & SAWTHIS

 Coming Home Tour 2017

 Special Guests: CORRODED (swe) & SAWTHIS (it)

„That's me, designed to piss you off“ - wenn Peter Tägtgren
aus den Untiefen seines legendären Abyss Studios kriecht,
um sich selbst wieder hinter das Mikro zu klemmen, sind
kleine Revolutionen vorprogrammiert. Was sonst könnte man
von dem Death Metal-Veteranen von HYPOCRISY erwarten, der
gleichzeitig mit PAIN poppigen Industrial spielt, bereits
legendäre Scheiben für BELPHEGOR, CHILDREN OF BODOM oder
SABATON produzierte und erst letztes Jahr zusammen mit
RAMMSTEIN-Sänger Till das vieldiskutierte Projekt LINDEMANN
gestartet hatte?

Seit Anbeginn seiner Karriere in den frühen Neunzigern
jongliert der schwedische Alleskönner mit den Extremen und
lässt sich nicht bändigen. Doch genau das macht ihn so
spannend. Tabus, kreativer Stillstand oder Genregrenzen
kennt der 46-Jährige nicht und natürlich schwang er sich
mit PAIN wieder auf unerforschte Pfade, als es darum ging,
das achte Studiowerk der Industrial-Institution zu
schmieden. Leicht glitt dieses zehn Songs schwere Epos dem
Schweden diesmal jedoch nicht aus der Feder und so
vergingen fünf Jahre seit dem letzten Release »You Only
Live Twice«. Aber Peter ist kein Musiker, der halbe Sachen
macht:  „Manchmal raufst du dir die Haare und liegst die ganze
Nacht lang schlaflos im Bett, nur weil ein Refrain nicht so
klingen möchte, wie er sollte, oder du nicht weißt, wie ein
Song sein würdiges Ende findet“, gesteht Frontvirtuose
Peter Tägtgren. „Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen
und wenn ich mich in mein Songwriting stürze, wird es ein
selbstzerstörerischer Vorgang. Aber ich lebe nach einer
Maxime: Entweder ich mache es perfekt - oder ich lasse es
ganz sein!“
Kein Wunder also, dass PAIN diesmal eine Genre-Mischung
anbieten, die es in dieser Form bisher auf keinem Album
gegeben hat. Denn zu dem bizarren Alternative Metal mit
elektronischem Flair und hoher Ohrwurmlastigkeit gesellen
sich auf »Coming Home« epische Orchesterklänge, die den
Hymnen spektakuläre Tiefe verleihen, ohne überladen oder
künstlich zu wirken. Als helfende Hand hierfür stand den
Herren Clemens „Ardek“ Wijers von CARACH ANGREN zur Seite,
der Peters orchestralem Songwriting den letzten Schliff
verpasste. So gesellt sich prächtige Epik zu sanften
Passagen mit Akustikgitarre und bringt PAIN an einen
Höhepunkt der Experimentierfreudigkeit, den die Band noch
nie zuvor erreicht hatte.
Auch was Gastmusiker angeht, rollen die Schweden den roten
Teppich aus: Am Schlagzeug liefert Peters 18-jähriger Sohn
Sebastian Tägtgren eine meisterhafte Nachwuchsleistung ab
und für den Song 'Call Me' wurde kurzerhand Joakim Brodén
von SABATON mit seiner kriegerischen Röhre ins Boot geholt.
Neben der herausragenden Orchestrierung punktet das Album
zusätzlich durch seine Thematiken bei den Liedtexten, die
ein gigantisches Spektrum abdecken und niemals langweilig
werden. Auf dem Callboy-Singalong 'Call Me' oder 'The Final
Crusade' schnorcheln PAIN durch die Untiefen der
menschlichen Seele und heutigen Gesellschaft und erinnern
sich auf 'Absinthe-Phoenix Rising' an einen Vorfall in
Leipzig, bei dem die Band nach Verlassen einer Absinth-Bar
angegriffen und krankenhausreif geprügelt worden war. Zudem
kommen Verschwörungstheoretiker wieder - wie schon bei
vielen HYPOCRISY-Alben - vollends auf ihre Kosten und wer
abgefahrene Mystery-Geschichten liebt, kommt um 'Black
Knight Satellite' nicht herum:
„Nikola Tesla, der die Glühbirne, die Elektrizität und
vieles andere erfand, dachte damals, dass er Piepsgeräusche
aus dem Weltall empfangen würde“, erklärt Peter die
Hintergrundgeschichte, die ihm als Inspiration für den Song
diente. „Er hörte im Jahr 1899 immer wieder Klänge, die für
ihn wie eine verschlüsselte Nachricht wirkten. Als dann in
den 1950ern die Raumfahrt aufkam, stolperten Leute wieder
über diese Signale und auch die damaligen Wissenschaftler,
die ihre Satelliten in die Umlaufbahn schickten, merkten
eines Tages: Dort oben ist ein Geräusch... Es stammt
allerdings nicht von uns. Sie stellten Nachforschungen an
und es ergab sich, dass es seit fast 13.000 Jahren immer
wieder Menschen gab, die über dieses Phänomen berichteten.
Die Geschichte von jenem 'Black Knight Satellite', der
angeblich in unserem Orbit kreist, aber nicht von uns dort
hochgeschickt wurde, hat mich seit Jahren fasziniert - auch
wenn ich nicht behaupten will, dass es wahr oder ein
verrücktes Gerücht ist.“
Passend zu der Weltraumthematik wurde das obskure Cover-
Artwork vom deutschen Künstler Stefan Heilemann gestaltet,
der unter anderem schon für LINDEMANN oder EPICA hinter der
Kamera gestanden und unvergessliche Arbeit geleistet hat.
Also taucht ab in diese Welt voller Industrial Metal,
pompösem Orchesterklang, spannenden Verschwörungstheorien -
und Schweden, die einem gern mal in elegantester Weise ans
Bein pieseln.

 

CORRODED (swe)

Video: https://www.youtube.com/watch?v=kRCsGwdQl3o

SAWTHIS (it)

Video: https://www.youtube.com/watch?v=3GXXZrdAid4

 

 



Abendkasse / Vorverkauf: 26.00 / 22.00 EUR